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Eine Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie

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Internationl Energy Agency - IEA WebsiteÜber die Internationalen Energieagentur (IEA)

Gründung

Die Ölkrise im Oktober 1973 war der Auslöser zur Gründung der Internationalen Energieagentur (IEA).

Bereits im Dezember 1973 formulierte Henry Kissinger (USA):

"the answer could only be ... a massive effort to povide producers an incentive to increase their supply, to encourage consumers to use existing supplies more rationally and to develop alternative energy sources"

Ein Jahr später (1974) wird die Internationale Energieagentur als autonome Einheit der OECD (Organisation for Economic Co-Operation and Development) mit Sitz in Paris eingerichtet. Österreich ist einer der 16 Gründungsstaaten und hat daher bereits über 30 Jahre Erfahrung in dieser internationalen Organisation aufzuweisen. Mittlerweile hat die IEA 26 Mitglieder.

Ziele und Aufgaben

Von Beginn an stand die Abhängigkeit von den erdölexportierenden Staaten und damit die Entwicklung eines abgestimmten Vorgehens und Krisenmanagements bezüglich der Sicherung der Ölversorgung im Vordergrund. Später kamen bedeutende Aufgaben in der Entwicklung und Verbreitung von neuen Energietechnologien und effizienten Endverbrauchtstechnologien dazu.

Grundsätze der IEA

  • To maintain and improve systems for coping with oil supply disruptions
  • To operate a permanent information system on the international oil market
  • To promote rational energy policies in a global context through co-operative relations with non-Member countries, industry and international organisations
  • To improve the world's energy supply and demand structure by developing alternative energy sources and increasing the efficiency of energy use
  • To assist in the integration of environmental and energy policies

Das Sekretariat in Paris stellt mit seinen ca. 190 Mitarbeitern die organisatorische Struktur zur Abwicklung der zahlreichen Aufgaben der IEA zur Verfügung. Als Executive Director fungiert Nobuo Tanaka.

Rechte & Pflichten der Mitglieder

Neben den Chancen, die die IEA-Mitgliedschaft für Österreich bietet - wie z.B. die Teilnahme an gemeinsamen Forschungsprogrammen - bestehen auch gewisse Verpflichtungen. Zentral ist dabei der Sicherheitsvorrat an Erdöl für 90 Tage in den einzelnen Staaten und entsprechend koordinierte Notfallpläne & -mechanismen. Letztere sind z.B. 1991 ("Kuwaitkrise") und bei der "Jahrtausendwende" (Y2K-Problem) aktiviert worden. Weiters sei an dieser Stelle auch die Verpflichtungen zur umfassenden Datenerhebung (Energiebilanz, Forschungsausgaben der öffentlichen Hand im Energiebereich,...) erwähnt.

Alle vier Jahre findet eine detaillierte Überprüfungen der Energiepolitik jedes Mitgliedstaates durch die IEA statt. Die Ergebnisse, die stets auch zahlreiche Empfehlungen enthalten, werden in Folge von der IEA veröffentlicht (für 2002 siehe: Tiefenprüfung Österreichs). Die letzte Tiefenprüfung Österreichs fand 2007 statt.

Entscheidungsstruktur

Die Entscheidungen in der IEA ("policy- and decision-making") werden natürlich von den Mitgliedstaaten getroffen.

Neben regelmäßigen Treffen des Verwaltungsrates (engl. Governing Board) findet alle zwei Jahre ein "Ministerial", das ist eine Tagung des Verwaltungsrats auf Ministerebene, statt. Der Verwaltungsrat bzw. das Ministerial stellt die höchste Entscheidungsebene der IEA-Mitgliedstaaten dar, hier wird auch die strategische Ausrichtung der IEA-Aktivitäten festgelegt.

Das Governing Board wird von verschiedenen Komitees unterstützt, die mit Vertretern aus der Verwaltung der Mitgliedstaaten besetzt sind. Die Aufgaben dieser Komitees zeigen deutlich die Tätigkeitsbereiche und Fokussierung der IEA.

  • Standing Group on Global Energy Dialogue (SGD): hält Kontakt mit den wichtigsten Energieproduzenten und -verbrauchern außerhalb der OECD-Staaten.
  • Standing Group on Long-Term Co-operation (SLT): hier stehen die Strategien für Alternativen zum Öl sowie die Überprüfungen der Energiepolitiken der Mitgliedstaaten im Vordergrund.
  • Committee on Energy Research and Technology (CERT): hier werden die Aktivitäten der IEA im Bereich Energietechnologien und F&E formuliert und begleitet.
  • Standing Group on Emergency Questions (SEQ): überprüft die Fähigkeit der Mitgliedstaaten, auf Ölkrisen zu reagieren. Die Mitgliedstaaten haben sich u.a. zu einem Mindestvorrat von 90 Tagen verpflichtet.
  • Standing Group on the Oil Market (SOM): verfolgt die kurz- bis mittelfristige Entwicklung der internationalen Ölmärkte.
 
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