Vergasung von Biomasse mit Dampf in einem innovativen Wirbelschichtsystem
In der Regel erfolgt die Vergasung von Biomasse in einem Festbett oder einer Wirbelschichtanlage mit Luft als Vergasungsmittel. In diesem Fall hat das Produktgas einen geringen Heizwert (ca. 4 - 6 MJ/m³) und einen hohen Stickstoffanteil.
| Abb. 16: Schema der Biomassevergasung in einem Wirbelschichtsystem |
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Ein innovativer, intern zirkulierender Wirbelschichtvergaser, der in Zusammenarbeit zwischen der Technischen Universität Wien und der Austrian Energy&Environment entwickelt wurde, erzeugt ein Gas mit hohem Brennwert (bis zu 15 MJ/m³), sehr niedrigem Stickstoffgehalt (unter 3%) und einem niedrigen Teergehalt (unter 0,8 g/m³).
Das System besteht aus einer Vergasungszone, die mit Dampf verwirbelt wird und einer Verbrennungszone, die mit Luft verwirbelt wird. In der Verbrennungszone wird Holzkohle verbrannt und so die notwendige Wärme zur Vergasung erzeugt. Das zirkulierende Bettmaterial transportiert die Wärme von der Verbrennungszone zur Vergasungszone. Durch konstruktive Maßnahmen wird eine Gasvermischung zwischen den beiden Zonen vermieden, so dass die Abgase nicht mit dem Produktgas vermischt werden. Die resultierende hohe Qualität des Produktgases kann durch die Verwendung von katalytischem Bettmaterial (Olivin) weiter verbessert werden.
Nach 2 Jahren des erfolgreichen Betriebs einer 100 kWth Laboreinheit sollen im Jahr 2000 zwei Demonstrationsanlagen mit angeschlossenen Gasmotoren in bestehende Biomassefernheizwerke in Güssing und Wr. Neustadt integriert werden, um diese Technologie in größerem Maßstab zu testen. In einem internationalen Pilotprojekt sollen Katalysatoren eingesetzt werden, um einen Wasserstoffgehalt von bis zu 55% im Produktgas zu erzielen, das in der Folge in einer Brennstoffzelle zur Stromproduktion verwendet werden könnte.
Kontakt: Technische Universität Wien, Austrian Energy&Environment

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